Tipps für Hobbyfotografen



Das Fotografieren mit der Digitalkamera ist ein sehr komplexer Vorgang. Das optimale Zusammenspiel zwischen Objektiv (bestimmt die Brennweite), Blende (Lichteinfall), Belichtungszeit und Empfindlichkeit des Sensors bestimmen die Qualität der Aufnahmen.

Zoom-Objektiv und Brennweite

Die bei Digitalkameras eingesetzten Zoom-Objektive ermöglichen die Veränderung der Brennweite auf Knopfdruck. Wird ein Motiv herangezoomt verändert sich der Bildausschnitt und es gilt, je größer die Brennweite des Objektivs, desto kleiner der Bildausschnitt, desto größer und näher erscheint das Motiv und der Bildwinkel verändert sich. Die Brennweite wird in mm angegeben und ist die Maßeinheit für die Berechnung der Objektive, je weniger Millimeter desto kleiner die Brennweite. Der Zoomfaktor gibt Aufschluss über das Verhältnis der längsten und der kürzesten Brennweite eines Zoom-Objektivs. In der Kleinbildfotografie verwendet man meist eine Brennweite von 50 mm. Neben den Zoom-Objektiv gibt es noch normale Objektive mit Festbrennweiten, Teleskop- und Weitwinkelobjektive.

Die Blende, Belichtungszeit und Tiefenschärfe

Die Belichtungszeit wird den Lichtverhältnissen und der Blende angepasst und bestimmt wie viel Licht auf den Bildsensor gelangt. Die Blende bestimmt allerdings auch die gewünschte Tiefenschärfe. Die meisten Digitalkameras verfügen über eine Automatikfunktion die Belichtungszeit und passende Blende selbsttätig einstellt. Für die meisten Fotos ist das auch sinnvoll und ausreichend. Möchte man allerdings einen bestimmten Effekt erzielen, zum Beispiel eine Tiefenunschärfe bei Portraitaufnahmen (verschwommener Hintergrund bei scharfem Vordergrund), muss man sich den Lichtverhältnissen anpassen, oder sie durch Verwendung von Hilfsmitteln, wie externen Scheinwerfern, schaffen.

Die Lichtempfindlichkeit des Sensors

Neben der Blende und der Belichtung sowie Belichtungszeit spielt die Lichtempfindlichkeit eine große Rolle. Je höher die Lichtempfindlichkeit des Sensors umso weniger Licht und eine kürzere Belichtungszeit sind für zufriedenstellende Aufnahmen nötig und ermöglichen auch bei schwierigen Lichtverhältnissen gute Aufnahmen ohne Blitzlicht. Die Blendeneinstellung und die Belichtungszeit verhalten sich umgekehrt proportional zur Lichtempfindlichkeit des Sensors. Hochempfindliche Sensoren können jedoch durch Überlagerungen von Bildsignalen zu Farb- und Helligkeitsabweichungen neigen. Digitalkameras sind im Hobbybereich universell einsetzbar, sowohl für Familien, Portrait- oder Panoramafotos. Die richtige Auswahl und das Zusammenspiel von Bildsensor, Objektiv, Blende und Belichtungszeit machen ein gutes Foto aus. Für Schnappschüsse sind die aktuellen Kompaktkameras, sowie die integrierten Kameras in manchen Smartphones völlig ausreichend. Für anspruchsvollere Aufnahmen sind digitale Spiegelreflexkameras schon ab € 500,- im Angebot.
Image: Adrian Costea – Fotolia.com



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